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Geburtsberichte mit Herz: „Mama hilft deinem Bruder auf die Welt.“

Ihr liebt sie, ich liebe sie, also gibt es gleich noch einen Geburtsbericht hier auf meinem Blog. Ich freue mich von Herzen, Vivians Geschichte mit euch zu teilen. Liebe Vivian, ich danke dir sehr, dass du den Bericht über deine Alleingeburt zu Hause von deinem kleinen Schatz Hunter mit uns teilst…

„Am 1. April 2016 wurde ich gegen 5Uhr morgens von einer Welle geweckt. Ich war überrascht, denn die Wellen kamen bereits alle 10-15 Minuten. Im Liegen war es ziemlich unangenehm für mich. Also bin ich einfach aufgestanden, ins Wohnzimmer gewandert und habe den Fernseher angeschaltet, Wäsche zusammen gelegt und eine Kleinigkeit gegessen. 

Die Wellen kamen relativ schnell bereits regelmäßig alle 10-4 Minuten. Ich freute mich so sehr. Jetzt ging es endlich los und ich sagte immer wieder mein Mantra “Jede Welle bringt mich näher an mein Kind.“ Die Wellen waren nicht wirklich schmerzhaft, hielten aber gute 45 Sekunden an und waren echt! 🙂

Also bin ich zu meinem Mann gegangen und habe ihm gesagt das ich Wehen habe, er aber sehr gerne weiter schlafen darf. Er brummte verständnisvoll und tat dies prompt. Danach habe ich die Zeit genutzt und bin unter die Dusche gegangen. Dort wurden die Wellen schon stärker und ich musste leicht tönen. Sie kamen jetzt schon alle 1-3 Minuten. Ich konnte es kaum erwarten, meinen zweiten Sohn in die Arme zu schließen.

Gegen 7:30 Uhr habe ich meinen ersten Sohn geweckt. Er leistete mir im Wohnzimmer Gesellschaft und ich habe weitere Wellen vertönt, bevor ich dann meinen Mann geweckt habe. Meinem Sohn machte das nichts aus. Ich erklärte ihm, dass schon ganz bald sein kleiner Bruder geboren werden würde.

Das Zittern in meinem Körper verriet mir, dass bereits die nächste Phase der Geburt begonnen hatte. Die nächsten Wellen veratmete ich zwischen Wohn- und Badezimmer. So ging das eine kleine Weile. Immer hin und her. Nach einigen Minuten bekam ich bereits das Bedürfnis, bei den Wellen mit zu drücken. Aber irgendetwas hielt mich zurück, also nahm ich alle Kraft zusammen und atmete tief weiter.

Im Wohnzimmer fühlte ich mich zu diesem Zeitpunkt am wohlsten. Die Gesellschaft von meinem Sohn und meinem Mann taten mir unheimlich gut. Auf einmal wurde mir bewusst, dass mein Körper schon viel weiter war, als ich zunächst dachte. Ich hockte mich also an unseren Lederstuhl und wurde auf einmal von einer so heftigen Welle erfasst, dass ich einfach mit drücken musste. Mein Mann (der in der Zwischenzeit noch etwas aufgeräumt hatte) kam herbei und fragte mich ganz überrascht, ob ich schon pressen würde? „Er kommt jetzt!“ sagte ich nur, lehnte meinen Kopf zurück und musste lachen.

Mein Sohn kam ebenfalls zu mir, kletterte auf den Stuhl und strich mir liebevoll die Haare aus meinem Gesicht. „Alles gut, Mama?“ fragte er. Ich lächelte und antwortete ihm ehrlich „Ja, alles gut. Mama hilft deinem Bruder auf die Welt.“ Er kletterte auf Papas Arm. Es dauert nur noch drei intensive Wellen und schon war das Köpfchen da. Mein Sohn lachte und schrie „Baby! Baby! Hunter!“ Das Anfeuern seines Bruders muss unseren kleinen Schatz so angespornt haben, dass er direkt danach in Papas Arme fiel. Er schaute uns erst verwirrt an, gähnte herzhaft und war einfach nur müde.

Die Nachgeburt folgte 15 Minuten später und nachdem die Nabelschnur auspulsiert war, konnten wir Hunter von der Plazenta trennen und endlich ins Schlafzimmer gehen, um ausgiebig zu kuscheln. Ich stillte direkt und wir haben es einfach unendlich genossen, einander zu fühlen. Es war eine unbeschreiblich schöne Geburt.“


Hast du auch einen Herzensgeburtsbericht, den du mit uns teilen möchtest? Oder kennst jemanden, der eine selbstbestimmte Geburt erleben durfte? Schreib mir gern.
Alles Liebe,
Deine Franzi

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3 Gedanken zu “Geburtsberichte mit Herz: „Mama hilft deinem Bruder auf die Welt.“

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