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Meine Geburtsvorbereitungen (Teil 2): Immer schön entspannt bleiben

UPDATE: Wie bereite ich mich auf die Geburt meines Babys vor? Für mich ist wichtig, eine Expertin auf diesem Gebiet zu sein. Das habe ich bereits mit dir geteilt. Ich habe dir auch schon meine Atemübungen gezeigt, durch die ich mein Baby und meinen Körper bestmöglich unterstützen möchte. Es gibt noch eine dritte große Vorbereitung, die ich dir in diesem Artikel vorstellen möchte. Richtig und effektiv entspannen. Warum das für mich so wichtig ist und wie genau ich das im Vorfeld übe, zeige ich dir hier….

Wenn ich weiß, wie eine Geburt eigentlich abläuft, dann bin ich schonmal grundsätzlich gut gewappnet. Wenn ich dann auch noch mein Baby und meinen Körper effektiv mit richtig guter Atmung unterstützen kann, umso besser. Einer selbstbestimmten, einfachen und sanften Geburt steht aus meiner Sicht am wenigsten im Weg, wenn ich zusätzlich auch noch richtig gut entspannen kann.

Jetzt zählt so ein absolut intensives Ereignis im Leben (wie die Geburt) sicher nicht zu den ersten Situationen, in denen ich automatisch tiefenentspannt bin. Gleichzeitig ist es aber aus meiner Sicht der Schlüssel, um so viel Kraft wie möglich zu tanken und bestmöglich für mein Baby und meinen Körper da zu sein. Ggf. auch über viele Stunden hinweg. Auch hier findest du im Buch von Marie F. Morgan ganz viele verschiedene Ansätze und Übungen.

Ich möchte mir dir teilen, was ich für mich aus dem Buch und aus meinen Meditationserfahrungen der letzten Jahre rausgezogen habe. Was ich so oft es geht übe und bei der Geburt meines Babys gern anwenden möchte. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei 🙂


alpine-lake-1278766_1920Erschaffe deinen Ruheort

Kannst du dich daran erinnern, dass du dir als Kind die wildesten, schönsten und großartigsten Phantasien ausgedacht hast? Manchmal mit Spielzeug, manchmal einfach nur als Gedanken. Das ging ziemlich einfach und es gab irgendwie keine Grenzen, oder? Auch wenn das schon ne Weile her ist, kann ich dich nur motivieren, das gleich noch einmal zu machen. Das Ziel ist, sich einen Ort in Gedanken zu erschaffen, der einfach perfekt für Ruhe und Erholung ist. Für manche ist das ein Strand in der Karibik, für andere eine Lichtung im Wald. Mein Ruheort ist ein Bergsee (nicht genau wie auf dem Foto, aber ähnlich). An diesen ziehe ich mich immer zurück, wenn ich mal entspannen möchte. Wie kannst du deinen Ruheort finden?

Übung: Lies dir einfach mal den Text hier durch und probier es dann Schritt für Schritt aus. Schließe die Augen, mach es dir im Sitzen oder Liegen bequem und dann stell dir einfach mal den Ort vor, an dem du gerade unheimlich gern wärst, um dich von einer richtig stressigen Arbeitswoche zu erholen. Wie sieht es da aus? Was siehst du? Was riechst du? Welche Tageszeit ist an diesem Ort gerade? Welche Geräusche sind zu hören? Kannst du dich in der Szene vielleicht bewegen? (Ich kann zum Beispiel an meinem Ruheort auf einen Steg gehen, da steht eine Bank. Ich kann aber auch mit dem Boot über den See fahren, oder sogar fliegen, wenn ich möchte)  Bist du allein? Sind vielleicht noch andere Personen oder Phantasiewesen da? Sei Kind, denke und phantasiere grenzenlos. Du wirst sehen, dass du das noch kannst. Du kannst diese Übung auch direkt mit Entspannungsmusik (diese hier läuft gerade, während ich diesen Text schreibe) machen. 

Wenn du dir diesen Ort erschaffen hast, besuche ihn doch die nächsten Tage abends immer mal beim Einschlafen. Erkunde ihn, füge Details hinzu. Du erkennst ihn daran, dass du dich da absolut geborgen und wohl fühlst. Ich bin ziemlich häufig an meinem Ort. Vor dem Einschlafen. Nachts wenn ich nicht schlafen kann. Kurz mal zwischendurch, wenn es etwas hektisch ist (in der Bahn, im Bus etc.) oder gern auch in meinen Meditationen.

Was bringt dir dieser Ort?

Egal wo du dein Baby zur Welt bringen möchtest, dieser Ruheort wird dir vertraut sein (wenn du zum Beispiel wie ich in einem hektischen Krankenhaus entbindest) und dir helfen, dich überall wohl zu fühlen. Es ist also wichtig, dass du ihn vorher erschaffst. Ich möchte mich in Wellenpausen oder auch beim Veratmen der Wellen an diesen Ort zurückziehen und für mich Energie auftanken. Wenn du den Ort direkt mit Musik verknüpfst, dann kannst du diese beispielsweise laufen lassen oder per iPod hören. Dann geht es noch leichter. Mir geht es darum, mich so viel wie möglich „in mich zurück zu ziehen“. Je weniger äußere Einflüsse ich wahrnehme, desto besser (denke ich) wird es mir gelingen, mich auf mein Baby und meinen Körper zu konzentrieren. Du kannst deinen Ruheort auch mit deinem Geburtsbegleiter teilen, dann kann er dich immer wieder daran erinnern oder dich sogar dorthin führen. Ich weiß, dass du dich vielleicht erst einmal auf diese Art der Geburtsvorbereitung einlassen musst – ich kann dir aber versprechen, dass es sich lohnt.

UPDATE: Nachdem ich den Artikel veröffentlicht habe, kam eine wirklich wundervolle Nachricht von einer Leserin bei Facebook, die ich unbedingt gern mit euch hier noch teilen möchte: „Bei der Hypnose gibt es zwei Möglichkeiten bei der Geburt: Entweder man geht an seinen Ruheort/Kraftort und sucht dort nach Entspannung oder man geht in das was geschieht hinein. Bei meinen Geburten hatte ich kein Ruheort… Ich habe versucht mich mit meinen Kindern zu verbinden, mich bewusst für sie geöffnet -mir vorgestellt wie sich das Tor zum Leben für sie öffnet… und mich einfach tragen lassen von dieser unglaublichen Kraft:)  …und gefühlt war ich irgendwo zwischen Himmel und Erde, verbunden mit dem Universum und meinem Kind -ganz bewusst im Hier und Jetzt, denn ich wollte genau da sein wo ich war;)-magisch….“

 


Meditation: Nur was für Spiritjunkies?IMG_1030

Ich bring es direkt mal auf den Punkt: Meditation hat mein Leben verändert, ich liebe es total und kann es jedem wirklich nur von ganzem Herzen empfehlen. Was erstmal klingt wie Räucherstäbchen und Esotherik ist viel einfacher, natürlicher und normaler, als du vielleicht jetzt im ersten Moment denken magst.

Kurz zu meiner Geschichte: Ich bin ganz schön lang um das Thema Mediation herumgeschlichen. Ausprobieren wollte ich es immer, aber war einfach zu faul irgendwie. Vor zwei Jahren dann aber war es endlich so weit und ich konnte meinen inneren Schweinehund überwinden. Erst einmal habe ich für mich herausgefunden, was für ein Meditationstyp ich bin. Es gibt Menschen, die lieben Meditationen in der Stille. Mit dieser App kannst du zum Beispiel ganz einfach schöne Klangschalengeräusche als Timer einstellen. Du kannst selbst bestimmen, ob du 1, 3, 5, 10, 15, 30 Minuten lang meditieren möchtest.

Hier eine kurze Empfehlung:
1. Wähle eine Zeitspanne (als Anfänger würde ich dir 5 Minuten empfehlen, du kannst dich dann langsam steigern).
2. Setze dich bequem hin oder lege dich auf den Rücken (am besten Arme an die Seite). Wenn du richtig bequem liegst, starte den Timer.
3. Die große Kunst ist jetzt, die Gedanken los zu lassen und einfach mal an gar nichts zu denken. Du wirst schnell feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Ein guter Trick ist deshalb, sich auf seinen Atem zu konzentrieren. Achte zum Beispiel einfach mal auf den Atemzug an deiner Nasenspitze. Immer wenn ein Gedanke kommt und du das bemerkst, lenkst du einfach deine Aufmerksamkeit wieder auf deine Atemspitze.
4. Diese stille Meditation kannst du auch wunderbar mit den Atemübungen kombinieren, die ich dir bereits vorgestellt habe.

Ich persönlich bin auf Dauer nicht so der stille Meditationstyp – außer bei den Atemübungen. Ich für mich mag am liebsten geführte Mediationen und versuche so oft es geht eine anzuwenden. Das Schöne an geführten Meditationen ist, dass man sich meistens ein Thema aussuchen kann und sich dann einfach leiten lassen kann. Mir fällt es hier viel einfacher, meine Gedanken loszulassen und mich auf die Meditation einzulassen. Hier möchte ich dich selbst auf Entdeckungsreise schicken. Ich persönlich liebe die geführten Meditationen von Veit Lindau und von Mojo Di am liebsten. Klick dich doch einfach mal rein und teste es für dich aus.

Was bringen die Meditationen?

Ich kann durch Meditationen in der Schwangerschaft wunderbar entspannen und meinen „Entspannungsmuskel“ richtig trainieren. Es ist auch hier wieder wie bei einer Sportart. Je mehr man übt, desto besser wird man darin. Zusätzlich habe ich mir aber auch ein paar Meditationen herausgesucht, die ich auf meinem iPod mit ins Krankenhaus nehmen werde. Da gibt es zum Beispiel die 5 Minuten Meditation. Diese nehme ich mit, sollte mir in einer Wellenpause danach sein. Auch mit im Gepäck ist eine Körpermeditation, die mir helfen kann (am Anfang des Geburtsprozesses), ganz in meinem Körper anzukommen. Diese Meditation wird übrigens auch im Hypnobirthing empfohlen. Teste einfach mal für dich aus, was zu dir passen könnte.


Das sind meine Entspannungstechniken, die ich schon die ganze Schwangerschaft (und auch davor) immer wieder in meinen Alltag einbaue. Es ist nie zu spät anzufangen, auch wenn du kurz vor der Entbindung stehst 🙂 Eine Sache ist mir zum Abschluss noch wichtig: Wenn du merkst, dass diese Übungen dir Stress bereiten, weil du dich einfach nicht entspannen kannst, es aber so gern willst. Dann lass liebevoll los. Du musst nicht auf Teufel komm raus meditieren, einen Ruheort haben oder andere Entspannungstechniken anwenden. Teste es einfach für dich aus. Dein Körper wird dir schon genau sagen, ob er das möchte und braucht. Vielleicht tut dir eine Massage viel, viel besser. Wichtig ist, dass du auf dich hörst. Dann hast du schon alles richtig gemacht 🙂

Wie entspannst du am besten? Freue mich sehr, wenn du deine Entspannungs-Routine, spannende Links und Meditationen hier mit mir teilst.
Alles Liebe,
Deine Franzi

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