Bild

Mein(e) Geburtsbegleiter(in)

Wer wird mich bei der Geburt meines Babys begleiten und unterstützen? Wo ist eigentlich der Papa? Und was genau verstehe ich unter einem Geburtsbegleiter? All diese Fragen kamen seit Beginn meines Blogs immer wieder von Leserinnen. In diesem Artikel werde ich sie alle beantworten und euch berichten, welche Rolle meine Geburtsbegleiterin für mich spielt und welche Aufgaben sie übernimmt…

Ich kann total verstehen, dass du dich vielleicht schon gefragt hast, wo denn eigentlich der Papa ist – bisher habe ich nicht viel über ihn geschrieben. Das hat jedoch nichts damit zu tun, dass er nicht wichtig ist. Ganz im Gegenteil. Er erlebt mit mir seit über 36 Wochen das Wunder unseres Lebens, ist der wundervollste Mensch, den ich kenne und wird der allerbeste Papa der Welt 🙂 Er ist lediglich nicht der größte Fan von Krankenhäusern und Ärzten. Da passte es umso besser, dass ich mit meiner Mama die engste Verbindung habe, die man sich nur wünschen kann und wir beide uns immer vorstellen konnten, die Geburt meines Kindes/meiner Kinder gemeinsam zu erleben. Mein Schatz wäre natürlich mitgekommen und ich hätte ihn selbstverständlich auch mitgenommen. So passte es aber total wunderbar, der Papi kann sich während der Geburt um unsere „Fellkinder“ kümmern und kommt dann direkt nach der Geburt im Kreissaal hinzu. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jedes Paar für sich entscheiden sollte, wie es die Geburt erlebt – hier gibt es für mich kein richtig und kein falsch. Auch hier gilt für mich wieder: die Entscheidung, die am meisten für Wohlfühlen sorgt, ist die richtige.

Zurück zum Thema 🙂 Der Geburtsbegleiter oder die Geburtsbegleiterin spielt beim Hypnobirthing eine große Rolle. Du kannst dir die Beschreibung am besten direkt im Buch selbst durchlesen. Ich habe über die letzten Monate hinweg gemeinsam mit meiner Mama diese „Rolle“ so entwickelt, dass es für uns am besten passt – vielleicht sind ja ein paar Inspirationen für dich dabei.

Was ist ein Geburtsbegleiter und welche Aufgaben hat er/sie?

Im Gegensatz zu den fachlichen Geburtsbetreuern (Hebammen, ggf. Ärzte etc.) ist meine Mama als meine Geburtsbegleiterin meine ganz vertraute und persönliche Unterstützung. Neben dem Mann, dem Freund oder der Mama kann auch die Oma, eine Freundin oder eine eine andere vertraute Person diese Rolle einnehmen. In meinen Augen muss es nicht zwangsläufig der Papa des Kindes sein (kann es aber natürlich). Wichtig ist aus meiner Sicht, dass man gemeinsam mit seinem Geburtsbegleiter das perfekte Expertenteam für die Geburt des Babys bildet, die die Verantwortung für die Geburt nicht am Eingang des Kreissaals der Hebamme in die Hände drücken, sondern selbst übernehmen.

Das Wichtigste für mich an meiner Geburtsbegleiterin ist, dass sie nicht nur meine Wünsche rund um die Geburt kennt, sondern auch selbst eine Geburtsexpertin ist. Also den Geburtsprozess kennt und genau weiß, was in welcher Phase passiert und wie wir gemeinsam meinen Körper und mein Baby dabei unterstützen können, möglichst sanft, einfach und selbstbestimmt auf diese Welt zu kommen (und es natürlich liebevoll zu empfangen).

Meine Mama als meine Geburtsbegleiterin…
Geburtsbegleiterin
… 
ist selbst (nochmal) eine kleine Geburtsexpertin geworden, hat sich mit dem Prozess und den Phasen beschäftigt und wir haben parallel das Buch von Marie F. Morgan gelesen.

… hat in den letzten Wochen uns Monaten die Entspannungs- und Atemtechniken kennengelernt, die wir gemeinsam bei der Geburt anwenden werden.

… kenn all meine Wünsche und ist mit mir vor der Geburt meine Geburtswunschliste durchgegangen.

… unterstützt mich nach Beginn des Geburtsprozesses dabei, dass wir so lang wie möglich entspannt zu Hause bleiben und erst zum spätmöglichsten Zeitpunkt ins Krankenhaus fahren.

… übernimmt im Krankenhaus hauptsächlich die Kommunikation mit den Geburtsbetreuern (Hebammen, Ärzten, etc.) und sorgt so dafür, dass ich mich ganz auf meinen Körper und mein Baby konzentrieren kann. Ggf. erinnert sie die Geburtsbetreuer an meine Geburtswünsche sollte dies notwendig sein.

… bringt mich immer wieder liebevoll und sanft auf meinen Geburtsweg und somit zu meinem Körper und meinem Baby zurück, falls ich doch einmal davon abkomme oder mich durch die Umgebung ablenken lasse.

… sorgt für Ruhe, gedämmtes Licht sowie eine Wohlfühlatmosphäre und organisiert falls notwendig Dinge, die hier hilfreich sind (Beispiel: sollte der Kreissaal voll belegt sein, oder während des Prozesses voll belegt werden, erinnert sie mich an meinen iPod samt schalldichter Köpfhörer und Entspannungsmusik).

… erinnert mich innerhalb der Öffnungs- und Verkürzungsphase immer und immer wieder an die tiefe Atmung sowie die dazugehörigen Visualisierungen (Einatmen = Ballon im Bauch, Ausatmen = Baby gleitet sanft in eine Schüssel).

… erinnert mich in Ruhephasen zwischen den Wellen (Wehen) immer wieder daran, mich zu entspannen (Artikel zum Thema Entspannung folgt) und gedanklich an meinen Ruhe- und Kraftort zu kehren.

… erinnert mich innerhalb der Geburtsphase immer und immer wieder an die tiefen intensiven Atemzüge sowie die dazugehörigen Visualisierungen (Einatmen = den Buchstaben J, der im Rachen beginnt und durch die Beckenöffnung das Baby nach draußen bringt, Ausatmen = eine Blütenknospe die sich sanft öffnet).

… erinnert mich innerhalb der Geburtsphase zudem immer und immer wieder daran, dem Drang zu Pressen nicht nachzugeben, sondern bei der Atmung zu bleiben.

… empfängt mein Baby, falls es mir in der jeweiligen Position nicht möglich ist, ist während der gesamten Verbindungsphase dabei und übernimmt das Baden und Anziehen nachdem die Nabelschnur aufgehört hat zu pulsieren und durchtrennt wurde.

… ist einfach die tollste Frau im Universum und ich freue mich von Herzen darauf mit ihr diese wundervolle Erfahrung zu teilen!


„Als Mama berührt es mich total, dich begleiten zu dürfen. Ein größeres Gefühl von Verbundenheit und Vertrautheit zwischen uns und dann direkt auch mit unserem kleinen Krümel gibt es nicht. Ich musste mich zwar erst einmal wieder mit dem Thema beschäftigen. Das Buch, dein Blog und auch die Gespräche mit dir haben wir aber total geholfen. Das schönste für mich ist, dass ich ihn baden darf direkt nach der Geburt. Ich freue mich sehr auf das gemeinsame Erlebnis mit dir!“
(Meine Mama)



Wer hat dich bei deiner Geburt begleitet oder wird dich begleiten? Ich freue mich auf deine Geschichte.
Alles Liebe,
Deine Franzi

Franzi Foto Blogposts             FamilyBlogs by windeln.de

Follow my blog with Bloglovin

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s